Zahnimplantate sind stets körperfremde Materialien – was ist die individuell richtige Wahl?

Quelle: Initiative proDenteZahnimplantate sind  künstliche Zahnwurzeln, die einen verlorenen Zahn ersetzen. Ein  Implantat ist immer ein  fremdes Material für den Körper. Jedes Material wird ständig vom Immunsystem abgescannt um zu entscheiden, ob das Material verträglich ist oder den Körper belastet. Für Patienten ist es darum besonders wichtig, dass das Zahnimplantat, aber auch der Zahnersatz aus  individuell gut verträglichen und hochwertigen Materialien besteht. Die  Zahnarztpraxis Dr. Hans-Jürgen Raschke in Kempten legt  besonderen Wert auf die Wahl der Zahnimplantat-Materialien. Für jeden Patienten werden nach den Maßstäben der ganzheitlichen Umwelt-Zahnmedizin die verträglichsten Werksstoffe individuell ermittelt.

Zahnimplantate aus Keramik, Titan, Titanlegierung oder PEEK?

Reintitan-Implantate  Grad IV) sind frei von Beimetallen wie Nickel, Aluminium und Vanadium und lösen nur sehr selten die Typ IV aus.  Jedoch gibt es auch Implantate vom Typ Grad V. Hier können die genannten Bestandteile wie Nickel, Aluminium oder Vanadium Allergien auslösen.

Implantataufbauten, sog. Abutments, werden als verkleinerte Krone zur Aufnahme der rekonstruierenden Krone auf den Zahn geschraubt. Diese und die Schrauben bestehen fast ausnahmslos aus der möglicherweise allergieauslösenden Typ IV Titanlegierung mit den genannten Beimetallen.

Der Test ist hier der Lymphozytentransformationstest (LTT) mit dem eigenen Blut. Ungeachtet der sensibilisierenden bzw. allergisierenden Komponente löst Titan (chem. Titandioxid) auch eine individuelle immunologische Abstoßungsreaktion aus , vergleichbar mit dem Versuch des Körpers einen Holzspreißel zu eliminieren. Dies ist keine Allergie.  Der Körper wird durch ausgeschüttete Entzündungsbotenstoffe,  sog. Zytokine, systemisch belastet. Das Risiko des Implantatverlustes wird größer.

Der geeignete Test erfolgt  wieder über das Blut und nennt sich Titanstimulationstest. Zeigt der genannte Test Risiken und weist der Patient eine genetisch bedingte Bereitschaft zu Entzündungen  auf,  ist das Entzündungsrisiko und das Risiko der Implantatabstoßung nochmals deutlich höher. Das genetisch bedingte Entzündungsrisiko lässt sich über einen einfachen Schleimhautabstrich feststellen.

Keramik-Implantate aus Zirkonoxid  weisen durchweg eine sehr gute Bio-Verträglichkeit  (Biokompabilität) auf.  Ein weiterer Vorteil ist die weiße, zahnähnliche Farbe und hat dadurch ästhetische und kosmetische Vorteile. Zirkondioxidimplantate benötigen stets einen größeren Implantatdurchmesser. Dadurch sind  chirurgische Knochenaufbauten aus Eigenknochen und Knochenersatzmateriale sehr oft unvermeidbar. Die individuelle Verträglichkeit der fremden Ersatzmaterialen muss gesondert betrachtet werden. Minimalinvasive Implantationen sind öfter  nicht möglich. Die verkrallende Aufheilung des Knochens auf das Keramikimplantat ist nicht immer optimal. Dies ist ein mechanisches, aber kein immunologisches Problem. Die Industrie verbessert stetig die Oberflächenstruktur der Keramikoberfläche.

Ein vielversprechender Implantatwerkstoff ist PEEK (Polyetherehterketon), welcher sehr gute mechanische und bioverträgliche Implantateigenschaften aufweist. Langzeiterfahrungen  gibt es derzeit noch wenige.

Verträglichkeit von Zahnimplantate: die Umweltzahnmedizin

In der Zahnmedizin  gibt es einen speziellen Zweig, der sich mit der Verträglichkeit von Materialien beschäftigt. Bei der ganzheitlichen wissenschaftlichen Umweltzahnmedizin stehen neben minimalinvasiven Verfahren vor allem die Methoden zur Ermittlung des Patienten individuell-verträglichen Materials im Vordergrund.

Hierzu bedarf es guter werkstoffkundlicher Kenntnisse, aber auch einer speziellen qualifizierten Ausbildung. In der Zahnarztpraxis Dr. Hans-Jürgen Raschke in Kempten wird die Verträglichkeit von Implantat-Materialien in die Behandlung integriert, um Belastungen und Folgeerkrankungen, wie Allergien und Unverträglichkeiten, für Patienten zu vermeiden. Weitere Informationen zur Umweltzahnmedizin und Implantat-Materialien finden Sie auf der folgenden Seite!