Periimplantitis – Risiko bei Zahnimplantaten

Implantate; Quelle: Initiative ProDenteWas ist eine Periimplantitis

Die sog. Mukositis ist eine Entzündung des Zahnfleisches um ein Implantat. Durch die regelmäßige Professionelle Zahn- und Implantat-Reinigung ist die Entzündung i.d.R. zu stoppen und auszuheilen. Werden die bakteriellen Beläge und die Zahnfleischentzündung nicht entfernt, dann entzündet sich zusätzlich der Knochen um das Implantat. Man nennt dies Periimplantitis. Die Bakterien wandern immer mehr in die Tiefe des Knochens, in dem das Implantat einst eingeheilt war. Es kommt zur fortschreitenden Knochenauflösung und im Laufe der Zeit zum Verlust des Implantates.

Wird jedoch die Entzündung im frühen Stadium durch wiederkehrende Prophylaxe-Maßnahmen verhindert oder erkannt und dann auch beseitigt ist ein späterer Verlust des Implantates vermeidbar.

Risikofaktoren

Einige Patienten haben zusätzlich noch weitere Risikofaktoren für einen Implantatverlust. Dazu zählen z.B. allergisierende Zahnersatzmaterialen um das Implantat, eine genetisch bedingte, erhöhte Entzündungsneigung, Diabetes, Rauchen, Medikamente oder einfach eine noch bestehende bakterielle Entzündung an natürlichen Zähnen. Bei all diesen Risikofaktoren werden die häusliche und die professionelle antibakterielle Prophylaxe als Zahn- und Implantatreinigung noch wichtiger.

Zur ergänzenden Beurteilung Ihres individuellen Risikos gibt es bewährte Labortestungen. Mit der sog. Markerkeim-Bestimmung, einem Bakterientest, lässt sich Ihre momentane Keimlast bestimmen. Der sog. aMMP8 – Schnelltest dient als Nachweis, ob die Knochenzerstörung noch aktiv ist oder durch o.g. Maßnahmen erfolgreich ausgebremst.

Behandlung ohne Antibiotika

Den Einsatz von Antibiotikagaben lehnen wir in unserer Praxis ab. Alternativ setzen wir in schweren Fällen zur nebenwirkungsfreien Beseitigung der Bakterien und der Entzündung ergänzend verschiedene Laserverfahren ein. Ein oft eingesetztes Verfahren ist die sog Photodynamische (PDT) oder noch besser die Photothermale Therapie (PTT) Diese Verfahren töten die Bakterien um das Implantat ab. Ein erwünschter Nebeneffekt ist eine Biostimulation des Knochens und des Zahnfleisches. Chirurgische Maßnahmen versuchen wir ebenfalls auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren.

Alle Präventions-und Therapiemaßnahmen sollten auf die persönliche Situation der Patienten abgestimmt sein. Wir beraten Sie hierzu ausführlich in unserer Zahnarztpraxis Dr. Hans-Jürgen Raschke in Kempten.