Verträglicher Zahnersatz: Test von Materialien und Diagnoseverfahren

Verträglicher Zahnersatz | Zahnarzt KemptenIn der biologischen, wissenschaftlichen Umwelt-Zahnmedizin stellt sich nicht nur bei chronisch kranken, sondern auch bei symptomlosen, Patienten die Frage, welche Zahnersatz-Materialien für den jeweiligen Patienten verträglich sind. Im Idealfall wird dies natürlich im Vorfeld der zahnärztlichen Versorgung abgeklärt, es muss in manchen Fällen aber auch bei bereits eingebrachtem Zahnersatz nachträglich geprüft werden.

Diagnoseverfahren von Unverträglichkeiten

Wir empfehlen zur Feststellung einer Sensibilisierung (Allergie) einen Bluttest, den sogenannten LTT (Lymphozytentransformationstest) und den BDT (Basophilendegranulationstest), da die Ergebnisse wiederholbar (reproduzierbar) sind. Falsch positive bzw. falsch negative Ergebnisse sind dabei ausgeschlossen.  Diese Anforderung erfüllt der Hautest , der sogenannte Epikutantest, nicht. Diese Meinung ist gestützt durch die Empfehlung (Addendum 2008) des Robert Koch-Institutes. Das Aufbringen des zu testenden Zahnmaterials auf die Haut  kann eine noch nicht bestehende Allergie auf der Haut anbahnen oder auslösen. Ferner können giftige Substanzen, zum Beispiel Metalle, über die Haut in den Körper gelangen. Der Hauttest misst nur die Sensibilisierung auf der äußeren Haut. Der Bluttest prüft, ob eine  systemische (ganzkörperliche) Sensibilisierung vorliegt. Dies ist ein medizinisch gravierender Unterschied. Der Bluttest ist daher genauer und schützt den Patienten vor schädigenden Nebenwirkungen. Macht das Sinn?

Speicheltest: Zahnersatz-Materialien im Test

Die Frage, ob das Material eine giftige Belastung darstellt (Toxizität) prüfen wir über den Speicheltest. Dies ist der sogenannte. Kaugummitest oder die Multielementanalyse. Weiterführende Testungen, ob zum Beispiel in den beliebten Körperdepots Quecksilber aus Amalgamfüllungen gespeichert sind, kann beispielsweise durch einen sogenannten Mobilisationstest mit Komplexbildnern (Chelatbildnern  mit dem Medikamentennamen  DMPS/ DMSA ) festgestellt  werden. Dies sollte jedoch von einem umweltmedizinisch versierten Facharzt durchgeführt werden.

Haben Sie Fragen zur Verträglichkeit von Materialien oder zu Zahnersatz im Allgemeinen? Gerne ist Ihr Zahnarzt in Kempten, Dr. Hans-Jürgen Raschke für Sie da.