Sichere Entfernung von Amalgam

ObwAmalgan ist giftig! | Zahnarzt Dr. Raschke, Kemptenohl sich die Firma Degussa nach dem sogenannten Amalgamprozess aus der Produktion zurückgezogen hat, tragen vielen Menschen noch immer die quecksilberhaltigen Metallfüllungen in ihren Zähnen. Auch findet man häufig ausgedehnte Amalgamfüllungen unter Kronen versteckt. Um ein Urteil zu umgehen, erklärte sich Degussa zu einem Vergleich bereit: Die Firma stellte umfangreiche Forschungsgelder für Studien zur Erforschung der Schädlichkeit des Amalgams bereit. So entstand die sogenannte Degussa -Studie.

Was ist Amalgam?

Amalgam ist ein unstabiles Gemenge (keine Legierung) aus Quecksilber, Silber, Kupfer, Zinn und Zink. Jeder einzelne Bestandteil kann neben Quecksilber ebenso giftig (toxisch) oder allergisierend wirken.

Was macht Amalgam so gefährlich?

Amalgam wird mit dem Ausbohren zum hochkarätigen Giftstoff, sodass die Bohrspäne zum Schutz der Bevölkerung aus der Absauganlage abgefangen werden müssen. Die ordnungsgemäße Entsorgung über Spezialunternehmen muss von der Zahnarztpraxis lückenlos dokumentiert werden können. Die Einleitung von Amalgamspänen ins Abwasser stellt eine gravierende Straftat dar.

Im Mund ist es noch offiziell zugelassener Füllungswerkstoff.

Praktische Schutzmaßnahmen für den Patienten

Amalgam sollte nie mit der schnellen Turbine entfernt werden, da die Gefahr der unkontrollierten Versprengung von Metallsplittern in die Schleimhaut besteht, die dort dann unbemerkt einwachsen. Mithilfe eines scharfen Hartmetallbohrers oder eines speziellen Amalgamentferners und dem sogenannten roten Winkelstück (maximal 150.000 bis 160.000 Umdrehungen pro Minute) wird das Amalgam umschliffen, um es dann in 2 bis 3 größeren Brocken aus dem Zahn zu hebeln. Somit wird eine flächenvergrößernde Feinspanbildung und die damit verbundene, gefährliche Quecksilberdampf-Bildung sehr deutlich reduziert. Bei dieser Art der Amalgamentfernung bedarf es zudem einer starken Wasserzufuhr als Kühlmedium gegen die Quecksilberdampfbildung. Der Dampf wird bei mangelndem Schutz direkt über die Nasen- und Mundschleimhaut aufgenommen und so in den Blutkreislauf eingeschleust. Eine leistungsstarke und gezielte Absaugung bei der Entfernung ist daher notwendig.

Wirksam gegen Amalgam: CleanUp-Verfahren und Kofferdamm

Um eine effektive und schützende Absaugung gewährleisten zu können benutzen wir eine schutzkäfigartige Spezialabsaugung, das sogenannte „CleanUp-Verfahren“ aus Schweden. Innerhalb des Käfigs werden seitlich der Bohrstaub und die Dämpfe abgesaugt, während von oben – auf den Zahn gerichtet – reichlich kühlendes und spülendes Wasser zugeführt wird. Eine Studie des Biomedizinischen Dentalzentrums in Uppsala bestätigt bei richtiger Anwendung eine sehr wirksame Reduktion der Quecksilberdämpfe und des Quecksilberstaubes.

Häufig kommt auch der sogenannte „Kofferdamm“ zum Einsatz: Hierbei schaut der zu sanierende Zahn aus einem Gummilappen, dem Kofferdamm, heraus, während der Rest der Mundhöhle weitestgehend isoliert ist. Die Anwendung ist nicht immer sinnvoll möglich. Der psychologische Effekt durch die Barriere ist gegeben, wobei der Gummi Quecksilberdämpfe durchlässt. Dies ist eine Alternative zum Clean UP Verfahren. Beide Verfahren sind unter Umständen zu kombinieren.

Schützende Amalgamentfernung

Pro Sitzung sollten, auch wenn alle Schutzmaßnahmen getroffen werden, nicht mehr als zwei Amalgamfüllungen entfernt werden, damit keine wirksame Quecksilberbelastung entsteht. Die Entfernung sollte bei optimaler Lüftung durch Fensteröffnung erfolgen. Durch eine Nasenmaske kann dem Patienten während der Entfernung frischer, medizinischer Sauerstoff zugeführt werden. So sind Sie als Patient optimal geschützt.

Für eine individuelle Betreuung zum Thema kunstgerechte und schützende Amalgamentfernung‘ steht Ihren die Zahnarztpraxis Dr. Raschke in Kempten mit dem Behandlungsschwerpunkt Umweltzahnmedizin zur Verfügung. Auch sollte hierbei über eine nicht belastende, schonende Amalgam-Ausleitung gesprochen werden.