Verträgliche zahnmedizinische Materialien für Zahnfüllungen, Zahnersatz oder Implantate

Neben der Prophylaxe sind Implantate, die Zahnerhaltung mittels Füllungen und Zahnersatz (Voll- oder Teilprothese), einer der Behandlungsschwerpunkte in der modernen Zahnheilkunde. Dabei werden körperfremde Materialen in sehr großer Vielfalt in die Mundhöhle eingebracht. Sind diese gut gemeinten Maßnahmen, um die  Kosmetik und die Kauffunktion wiederherzustellen, immer der körperlichen Gesundheit zuträglich?  Aus der Sicht der wissenschaftlichen und ganzheitlichen Umweltzahnmedizin muss die Frage  klar verneint werden.

Eine sehr große Anzahl der Zahnärzte und Zahnärztinnen arbeiten qualitativ äußerst  hochwertig, jedoch machen Sie sich wenig Gedanken über die Verträglichkeit und die daraus resultierenden, krank machenden Folgen durch die in den Mund eingebrachten Fremdmaterialien.

Gib es verträgliche  Standardmaterialien?  Nein

Jede Versorgung muss nicht nur auf die Qualitäts- und Komforterwartungen abgestimmt werden, sondern auch auf die individuelle immunologische und toxikologische Toleranz des/der  Patienten/in. Sicherlich gibt es Materialen, die für die meisten Menschen unbedenklich sind. Anderseits gibt es Fremdmaterialien, die für eine Vielzahl der Menschen als unverträglich gelten.

Die Tatsache, dass in einem zahntechnischen Werkstück,  z.B. einer herausnehmbaren Teilprothese,  bis zu 40 verschiedene Fremdmaterialien verbaut werden, verdeutlicht, dass ein sehr gutes Wissen aus der Werkstoffkunde der Immunologie und Toxikologie (Lehre der Giftigkeit) unabdingbar sind, um unsere Patienten und Patientinnen vor Unverträglichkeiten zu schützen.

Ebenfalls muss das gewählte Material auf die Art der Versorgung, an die kosmetische Erwartung  und die mechanische Stabilität abgestimmt sein. Um ein Loch im Zahn zu füllen bieten sich modifizierte Kunststoffe oder Keramik an. Zemente dienen lediglich der provisorischen Versorgung. Auf Metalle wie Gold- oder Metalllegierungen und Amalgam sollte generell verzichtet werden.

Kronen und Brücken werden immer noch aus einer Metalllegierung beliebiger Zusammensetzung und einer darauf gebrannten Keramik versorgt. Hier gibt es heute eine Vielfalt von Keramiken, mit der selbst große Brücken hergestellt werden. Der Keramik muss hier eindeutig der Vorzug gegeben werden. Auch die kosmetische Natürlichkeit ist damit besser zu realisieren.

Herausnehmbarer Zahnersatz wird  heute noch standardmäßig aus einer Kombination von verschiedenen Kunststoffen, Metallen, Metall-Lötungen, Klebern und Hilfsmitteln hergestellt.

Wir arbeiten mit einem umweltmedizinischen Speziallabor zusammen, mit dessen langjähriger Erfahrung wir den herausnehmbaren Zahnersatz aus Keramik und aus  sehr beständigen bzw. inerten Spezialkunstoffen z.B. PEEK herstellen.

Zahnimplantate sind i.d.R. aus einer Titanlegierung (Titan Grad V), welche Nickel, Vanadium und Aluminium enthält. Deutlich verträglicher ist das Implantat, wenn diese o.g. Beimetalle fehlen. Man spricht dann von Titan Grad IV.  Aber auch die Implantat-Aufbauten und die Schrauben müssen dann frei von Nickel, Vanadium und Aluminium sein. Die Erfolgsquote für die unbedenklicheren Keramik-Implantate wird stets besser.

Es gibt Materialien, die aus der Erfahrung heraus allgemein besser verträglich sind, andererseits gibt es Materialen, die generell bedenklich sind. Möchte man schon vor der Versorgung das Unverträglichkeitsrisiko ausschalten, muss immer im Vorfeld ein Verträglichkeitstest durchgeführt werden. Nur so kann die individuelle Toleranz festgestellt werden.

Auch bei der Frage,  ob ein bereits eingebrachtes Material verträglich ist, muss individuell abgeklärt werden. Wir führen Speichelanalysen (Multielementanalyse) und kinesiologische Testungen durch. Jedoch geben wir immunologische Untersuchungen wie dem Lymphozytentransformationstest (LTT)  aufgrund seiner Unbestechlichkeit eindeutig den Vorzug.

Unverträgliche Materialien rufen durch komplexe, immunologische Prozesse sog. systemische bzw. auf den gesamten Körper wirkende Entzündungen hervor. Damit wird die Allgemeingesundheit oder zumindest die Selbstregeneration gefährdet. 

Zahnarzt Dr. Hans-Jürgen Raschke aus Kempten verwendet für seine Patienten ausschließlich gut verträgliche Materialien: Biokompatibler Zahnersatz aus Vollkeramik und metallfreie Füllungen haben sich als nachhaltige Versorgungsformen bewährt. Patienten, die sich für Implantat getragenen Zahnersatz entschieden haben, können hier mehr über die richtige Wahl des Werkstoffes erfahren.